Notizen zum Kreuz mit den Worten im SZ-Magazin vom 11. Juni

Rüber 22: Kurz: Kurz‘sterreich

Kurz und so – das passt natürlich schön zusammen. Wer weiß, wie lange das noch gutgeht?

Rüber 45: Typische Fresser der Kreide

Zuerst wollte ich Kreidefresser sagen statt Fresser der Kreide. Dann hat das Mitgefühl mit Lesern und Lösern doch überwogen – so ist es etwas leichter, stimmt’s?

Rüber 47: … und noch besser, größer, schöner als nur einmal dieser beste, größte, schönste

Einen Superlativ kann man nicht mehr steigern – haben Sie das auch noch aus dem Deutsch-Unterricht im Kopf? Kann man aber trotzdem und sogar ganz korrekt, dudenkorrekt. Wie das? Mit einem simplen Wörtchen. Das man sogar ein zweites Mal vor den eigentlichen Superlativ setzen kann. Damit hätten wir dann schon drei Superlative in einem Wort, stark!

Runter 5: Unter allen Kanzlerinkandidaten hat Baerbock am wenigsten zu bieten

Ich lese immer nur von Kanzlerkandidaten und Kanzlerkandidatinnen. Da wird also der männliche Begriff verwendet, sogar bei den Grünen ist das so. Wo wir doch längst eine Kanzlerin haben und keinen Kanzler. Ich habe das Spiel also einfach umgedreht, Erwartungshaltungen muss man ja schon mal durchkreuzen. Man könnte sagen: alle Kanzler- und Kanzlerinkandidaten und -kandidatinnen. Oder auch Kanzler*innenkandidat*innen. Politisch korrekt? Sprachlich eine elitäre Scheußlichkeit.

33 Schärfen gnädige Richter bei jedem Fall

Na das möchte man doch hoffen. Zumindest wenn man selbst betroffen. Das Schärfen und die Richter passen übrigens gut zusammen …

43 Sorgen orientechnisch für Frühlingsröllchen

Da muss man schon sehr genau lesen. Auch ich habe beim Wiederlesen erst mal brav falsch gelesen. Das Hirn sieht ein gewohnt aussehendes Wort und springt sogleich weiter … Aber was sag ich denn, als Löser dieses Rätsels sind Sie gegen derlei Abgefeimtheiten gewiss gefeit.